Die Geschichte des Weins

Die Geschichte des Knittlinger Weins

Blick von der Reichshalde nach Knittlingen

Der Knittlnger Weinbau hat eine lange Tradition. Schon seit dem 12. Jahrhundert wird hier, begünstigt durch die Bodenverhältnisse und das milde Klima  ein hervorragender Wein angebaut. Im Lauf der Jahrhunderte ist der Knittlinger Wein immer beliebter geworden. Schon Dr. Faust soll ihn nach alten Überlieferungen sehr geschätzt haben, und auch heute machen immer mehr Weinkenner einen kleinen Umweg, um von den Knittlinger Lagen zu kosten. Die Auswahl ist gros. 150 Morgen Weinberge liefern die Trauben, aus denen die Knittlinger Spitzenweine gekeltert werden. Trollinger, Lemberger, Spätburgunder, Riesling, Gewürztraminer und noch viel mehr. Eine besondere Spezialität ist der Sekt “Knittlinger Reichshalde Riesling trocken”

Die Geschichte des Weins

Die Weinpflanze selbst gab es schon vor mehr als 65 Millionen Jahren und sie hatte die Hälfte der Welt für sich erobert. Von China über Nordamerika bis hin nach Grönland kann man fossile Funde in Urform unserer heutigen Rebe finden. Obwohl die Pflanze nicht anspruchsvoll war, konnte sie doch die extremen Temperaturen der letzten Eiszeit nicht überstehen - ihre Ausbreitung danach erreichte nicht den gleichen Grad wie zuvor. Unsere kultivierte Weinrebe gehört zu der Art Vitis vinivera und wurde bereits 7000 Jahre vor unserer Zeitrechnung in Vorderasien angebaut - zunächst jedoch als Nahrungsmittel und nicht zur Weinherstellung. Die Kunst der Vergärung und der Herstellung von Alkohol folgte erst etwa 3000 Jahre später - und von da war es noch ein weiter Weg bis zur heutigen Vielfalt und Qualität ! Die Geschichte des Weines in Deutschland reicht ebenfalls weit zurück, und vor allem die Klöster haben einen großen Anteil an dem Anbau von Reben und der Herstellung verschiedener Weine. Schon in dem 1478 in deutscher Übersetzung erschienenen Weintractat des berühmten Gelehrten Arnoldus Villanova der als Leibarzt mehrerer Päpste diente, wird der hohe Nutzen der vergorenen Trauben nicht nur für die Gesundheit beschrieben. Schriften wie “Die Kellermaysterey” aus dem Jahre 1537 gaben schon damals Winzern Anleitung, wie man einen guten Wein herstellen kann. Dabei konnte sich das einfache Volk nur den simplen und sauren Landwein leisten, der mit Gewürzen schmackhafter gemacht wurde. Symbolisch wurden Verträge wie Viehkauf oder Hochzeiten mit einem Trunk Wein besiegelt - denn im Wein, so wussten ja schon die Römer " Im Wein liegt die Wahrheit "

Die Inhaltsstoffe des Weins

Ob ein teurer Tropfen oder ein guter Landwein - wichtig ist, dass er schmeckt. Doch Experten “erschnüffeln” aus einem Wein mehr, als der Laie je unterscheiden könnte und schon kleine Abweichungen in den Inhaltsstoffen  entscheiden über die Qualität eines Weines. Der Hauptbestandteil jedes Weines ist natürlich Wasser mit 80-90%, dann folgt Ethanol, der Alkohol, mit 8-20 Vol %, je nachdem, ob es sich um einen Tisch - oder Dessertwein handelt. Andere Alkoholsorten sind in Spuren vorhanden und beeinflussen den Geschmack, so zu Beispiel 2-Phenylethanol, das leicht nach Rosen duftet. Des weiteren enthält Wein Zucker in Form der aus der Beere stammenden Fructose und Glucose - je nach Vergärung und somit der Süße des Produktes können 2-75 Gramm pro Liter sein. Damit zusammen hängen die organischen Säuren: die Weinsäure (0,5-4 Gramm pro Liter) und Apfelsäure (0-6 Gramm pro Liter) aus den Trauben und die bei der Gärung aus der Apfelsäure gebildet, vor allem für Rotweine typische Milchsäure (0,8-3,3 Gramm pro Liter). Rotweine haben zudem einen höheren Gehalt an Gerbstoffen (1-2,5 Gramm pro Liter), die einen herben Geschmack erzeugen. Andere Säuren, wie z.B. Essigsäure, sind Störungen, die durch wilde Hefen in den Wein kommen. Das alles wäre aber noch nichts ohne die Aromastoffe, die dem Wein Geschmack verleihen und das Bouquet bilden - insgesamt hat man inzwischen mit der Technik der Gaschromatographie über 800 dieser entscheidenden, flüchtigen Aromastoffe identifiziert. Weitere Inhaltsstoffe sind Vitamine und Mineralstoffe sowie Spurenelemente.

Rot Weiß oder Weißherbst

Jeder kann diese drei grundlegenden Weinprodukte an ihrer Farbe unterscheiden, aber was steckt dahinter? Wie werden die verschiedenen Weine gekeltert ?

Der Rotwein

Die Farbe des Rotweins kommt nicht von dem Saft der verwendeten Trauben, der nur sehr wenig Farbstoffe enthält, sondern von den in der Beerenhaut befindlichen Pigmenten, die den Rebfrüchten die gelbliche, rote oder dunkelblaue Farbe geben. Bei der Herstellung von Rotwein werden diese roten Farbstoffe und Gerbstoffe aus der Beerenschale mit verarbeitet - dabei ist die Intensität der Farbe von der Sonneneinstrahlung bei der Fruchtreife abhängig, so dass die deutschen Rotweine einen helleren Ton haben als die aus südlicheren Ländern. Bei der Rotweinherstellung werden entweder die zerquetschten Beeren (die Maische) direkt vergoren und erst später werden die Bestandteile Schale, Kerne etc. entfernt, oder die Maische wird auf 68-87 Grad Celsius erhitzt, wobei sich die Farb - und Gerbstoffe aus den Schalen lösen. erst danach wird die Maische gepresst und vergoren. Zudem müssen Rotweine zur Entwicklung ihres Bouquets länger reifen als Weißwein.

Der Weißwein

Der Saft  und auch die Schalen der hellen, grünen und gelben Beeren entfalten nur geringe Mengen an Farbstoffen. Die Beeren werden zerquetscht - früher geschah dies durch echte “ Fußarbeit ”, indem die Beeren in grossen Bottichen zerstampft wurden -, dann gesiebt, um die festen Inhaltsstoffe zu entfernen, und schliesslich vergoren. Deutsche Weine enthalten oft mehr Säure, da in ihnen zum Abschluss der Gärung keine Milchsäuregärung mehr vorkommt, die einen milderen Wein entstehen lässt.

Der Rosewein - Weißherbst

Obwohl auch Rosewein ausschliesslich aus roten Trauben hergestellt wird, erhält er durch ein anderes Verfahren eine hellere Tönung - er wird “hell gekeltert”. Wie bei der Weißweinherstellung wird die Maische zu einem in diesem Fall hellrotem Most gepresst - je nachdem, wie lange die Maische steht, ist der entstehende Wein heller oder dunkler. Früher galt Rose als eine Weinart minderer Qualität, da Beeren verwendet wurden, die sich nicht mehr zur Rotweinherstellung eigneten, da sie angefault oder anderweitig beschädigt waren. Die wachsende Beliebtheit des Roseweins hat dazu geführt, dass auch hier heute meist erstklassige Beeren verwendet werden.

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Aktualisiert:

11. 10. 2017